Die Entdeckung der Zinnie
 

Schönheit ist ein Verbrechen_No 3

Die ausgestellten Werke entstehen aus dem Zusammenspiel von Bild und Narration. Tania Engelke entwickelt zu ihren Bildern bewusst offene Erzählansätze und versteht diese als Einladung zur individuellen Interpretation.

Blumen sind ein Sinnbild des Schönen. Durch den Entzug der Farbe werden sie ihrer gewohnten Wirkung beraubt: Grau abgestufte Tuschezeichnungen reduzieren ihre Erscheinung auf Form und Linie. Die Frage nach der Beständigkeit von Schönheit bleibt dabei zentral.

Drei Blumenaquarelle werden unter Glasstürzen wie Preziosen präsentiert. Ein schleichender Farbverlust durchzieht die Bildflächen – während die oberen Partien bereits vergraut sind, bewahren die unteren noch ihre ursprüngliche Leuchtkraft.

Der Historien- und Bühnenmaler Ferdinand Wagner, bekannt als „Meister des Schönen“, bildet einen weiteren Bezugspunkt. Seine Arbeiten im Speisesaal dienen als Ausgangsmaterial für zwei Collagen.

Ein Apothekerglaskasten mit vermeintlichen Fundstücken aus seinem Atelier erweitert die Installation. Ob es sich tatsächlich um authentische Relikte handelt, bleibt offen. Vielmehr entfaltet sich ein assoziativer Raum: ein sprechender Papagei, Pigmente in Glasgefäßen, eingefärbte schwarze Blüten sowie goldene Gespinste – letztere als Verweis auf die Drahtproduktion der Firma Leoni AG, die einst an diesem Ort ansässig war.

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Ansichten und Details der Installation Eine Blume ist eine Blume, ist eine Blume …
Speisesaal Schloß Ratibor, 2021

Zinnia couleur – Farbsytematik
Apothekerfalschen, Pigmente, Glaskasten

Fundstücke aus dem Atelier Ferdinand Wagners,
Installation im Speisesaal Schloß Ratibor, diverse Materialien, 2021

Blumenthier von Herrn Zinn
Blumenthier, Fleischwolf, Glasaugen, Kunstblumen & Holzsockel
Blumenthier von Herrn Zinn
Blumenthier, Fleischwolf, Glasaugen, Kunstblumen & Holzsockel

Ferdinand Wagner I + II, Collage, FineArt Print, 2021